Nominiert als „Taunus-Sportler des Jahres 2018“

Welcher Sportler kann das schon von sich behaupten? „Ich habe viel mehr erreicht, als ich mir hätte erträumen können“, lautet das Fazit von Annabelle Winzig, wenn sie auf 2018 zurückblickt. Das tut das 18-jährige Judo-Talent von der HTG Bad Homburg besonders gern. Ihre Goldmedaille beim Europa-Cup in Berlin am 29. Juli wurde noch „veredelt“, weil es das mit Abstand am besten besetzte U21-Turnier der Saison war.

 

Der Triumph in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm sicherte ihr das Ticket zu den Europameisterschaften im September in Bulgariens Hauptstadt Sofia. Dort erkämpfte die Schülerin aus Idstein im ersten Jahr ihrer Zugehörigkeit zu den Juniorinnen auf Anhieb den fünften Platz.

 

Diese Erfolge gilt es nun zu bestätigen. „Als Ziel habe ich eine EM-Medaille und die damit verbundene Nominierung für die Weltmeisterschaften vor Augen. Im Gegensatz zum letzten Jahr starte ich dieses Jahr allerdings schon von Weltranglistenplatz 10 aus in die Wettkämpfe, was für mich ein Vorteil sein dürfte“, sagt die ehrgeizige Judoka.

 

Bei der DM setzte sie ein erstes Ausrufezeichen: Bronze im Frauenwettbewerb. Ihre Feuertaufe in der 2. Judo-Bundesliga mit der HTG hat Annabelle Winzig auch bereits bestanden. Trainer Markus Schmitt, mit dem sie schon seit 2010 zusammenarbeitet, ist begeistert von seinem Schützling: „Vom Kopf her ist sie unglaublich stark, hat im Judo kaum Schwächen. Sie ist technisch sehr vielseitig und beherrscht ihre Gegnerinnen sowohl am Boden als auch beim Standkampf.“ (sp)

Beeindruckend war es schon, wie die Volleyballerinnen der HTG Bad Homburg die ersten Spiele der Saison meisterten: Die ersten drei Partien entschieden die Mädels um Trainer Jens Völkel und Co-Trainer Christian Seibert allesamt für sich. Besonders der Sieg gegen die favorisierte Frankfurter Eintracht (3:1) und der 3:0-Erfolg bei der dritten Mannschaft des VC Wiesbaden – die Talentschmiede des Bundesligisten – kamen überraschend.

 

Bedenkt man, dass das Team im Sommer erst in die Regionalliga Südwest – Deutschlands vierthöchste Klasse – aufgestiegen ist, sind die Resultate bemerkenswert. Als Dritter der Oberliga Hessen hinter Meister VC Wiesbaden III und dem VfL Marburg war die HTG zunächst nicht für die Aufstiegsrunde vorgesehen, profitierte dann aber vom Rückzieher der Marburgerinnen. Nach zwei Siegen gegen den rheinland-pfälzischen Relegationsgegner FC Wierschem bedurfte es aber immer noch der kräftigen Hilfe von Fortuna. Drittligist TV Jahn Kassel zog zurück und ebnete so den Kurstädterinnen den Weg in die Regionalliga.

 

Verstärken konnten sich die HTG-Damen nicht; als Nachteil empfinden sie dies aber auch nicht. Letztlich fördere dies nur die größte Stärke der HTG: den Teamgeist.

Eine Mischung aus routinierten Spielerinnen wie Kristin Bernius oder Anke Limmer und Regionalliga-„Küken“ wie Lisa Kreusel soll es richten. Bisher überwiegend mit Erfolg. (rku)

Einen ehrgeizigen und kompetenten Trainer? Können die „Falcons“ in Jay Brown vorweisen. Erfahrene und gut ausgebildete Spielerinnen aus dem Ausland? Konnte der Club unter anderem mit Stephanie Furr (USA), Nerea Garmendia (Spanien) und Alexandra Polishchuck (Kanada) verpflichten. Vielversprechende Talente aus Deutschland? Gehen in Person von Anna Sofie Krentz (19), Isabel Gregor (17) oder Lejla Jugo (16) ebenfalls im Feri-Sportpark auf Korbjagd.

 

Nimmt man noch die engagierten Helfer wie beispielsweise Teambetreuerin und Hallensprecherin Liz Rhein hinzu, so kann der Verein fast alles bieten, was ein Spitzenclub der 2. Basketball-Bundesliga braucht. Der Erfolg in der vorherigen Saison mit dem zweiten Platz der Abschlusstabelle und dem damit verbundenen Einzug ins Playoff-Halbfinale kommt also nicht von ungefähr.

 

Den Schwung nahmen die Falcons auch in die aktuelle Spielzeit mit, wo sie vier Siege aus den ersten fünf Spielen holten. Dass es danach auch schwächere Phasen gab, ist angesichts des relativ jungen Kaders entschuldbar. Zumal sich das Team trotzdem noch im Rennen um den abermaligen Einzug in die Playoffs befindet.

 

Die größte Leistung ist aber wohl, dass der Kader für diese Saison fast vollständig zusammengehalten werden konnte, obwohl es im nationalen Vergleich sicherlich finanzkräftigere Vereine gibt. Ein Indiz dafür, dass sich Basketballerinnen in Bad Homburg äußerst wohlfühlen. (rk)