Nominiert als „Trainer des Jahres 2020“ und „Mannschaft des Jahres 2020"



Andreas Gerigk: „Vater“ der Ninja Warriors bei der HTG

 

Auf die Gelegenheit, seine Fitness bei Andreas Gerigk unter Beweis stellen zu können, musste 2020 mancher warten – dabei spielte der Lockdown nicht mal die entscheidende Rolle. Derzeit gibt es eine Warteliste, um in die Abteilung Ninja Warriors bei der Homburger TG aufgenommen zu werden. Die Trendsportart umfasst Elemente aus Turnen, Klettern, Freerunning und Parkour – es werden also sehr viele Muskeln beansprucht, wenn der 23-Jährige in den Primodeus-Park zum Üben bittet. Fünf Gruppen trainiert Gerigk, der seit der Abteilungsgründung 2018 auch deren Leiter ist – eine sechste soll in diesem Jahr folgen.

 

Für ein Event im September gab es trotz Pandemie 84 Anmeldungen, es konnten vier Altersklassen angeboten werden, drei davon für Kinder und Jugendliche sowie eine für Erwachsene. Etwa die Hälfte der Ninja Warriors waren Mitglieder (die Abteilung hat knapp 100), andere Teilnehmer kamen teils aus anderen Bundesländern. Gerigk, ein gebürtiger US-Amerikaner, ist über Tennis zu diesem Sport gekommen. Wie man einen Parcours bewältigt, übte er erstmals auf Trimm-dich-Pfaden. Daraus wurde eine Leidenschaft. Diese vermittelt er dem Nachwuchs mit Freude und Kreativität. Und, wie der Sportbusiness-Management-Student betont, „ohne Leistungsdruck“. (fri)

Falcons Bad Homburg/Basketball: „Stehauf-Mädchen“ unter dem Korb

 

In der Südstaffel der zweigleisigen 2. Bundesliga gab es im vergangenen Jahr kaum ein Team, das mit den Bad Homburg Falcons mithalten konnte. Vor dem Corona-bedingten Abbruch der Runde im März standen die Basketballerinnen der HTG Bad Homburg punktgleich mit der DJK Don Bosco Bamberg an der Tabellenspitze. In 15 der 19 ausgetragenen Partien war die Mannschaft des ehrgeizigen Coaches Jay Brown als Sieger vom Feld gegangen.

 

Fortschritte waren fast wöchentlich zu erkennen. Hohe Intensität in der Verteidigung, enormer Speed im Angriff und ein starker Teamgeist waren eine äußerst vielversprechende Kombination. Alle in der Abteilung brannten auf die Playoffs, doch es kam anders. Statt über das vorzeitige Ende der Saison zu klagen, organisierten die Spielerinnen Einkaufshilfen für ältere Mitmenschen, die aufgrund der Pandemie zu Hause bleiben mussten.

 

Bemerkenswert ist auch, wie es die Verantwortlichen immer wieder schafften, Abgänge von Leistungsträgerinnen zu kompensieren. Bestes Beispiel ist Laken James, die für die vakante Stelle im Aufbau gescoutet wurde. Die US-Amerikanerin hat sich über ihre Leistungen für die 1. Bundesliga empfohlen und ist weitergezogen. Doch bei den Falcons hat man längst die nächsten Top-Talente entdeckt. Seit dem Re-Start ist das Team in der 2. Liga ungeschlagen. (rk)